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Robert Rehfeldt: KUNST IM KONTAKT www.kreidefelsen.de Informationsnetz Ostseeküste KUNST IM KONTAKT Zum 80. Geburtstag von Robert Rehfeldt Kunst-News von der Insel Rügen, 4. Januar 2010 (ur): Am kommenden Sonnabend, also dem 8. Januar, um 15.30 Uhr findet in der Orangerie in Putbus eine Vinnissage mit Führung und anschließender Lesung statt. Dazu teilte der Kurator der Ausstellung, Walter G. Goes mit: Robert Rehfeldt wäre am 5. Januar 80 Jahre alt geworden. Da stockt man schon beim Nachdenken und Erinnern, denn seine Kunst schien auf Ewigkeiten mit dem Jungsein verbündet, war synonym für Aufbruch, Wagnis und Experiment. Der in Stargard/Pommern (jetzt Szezinsky in Polen) geborene Rehfeldt war im Ost-Berliner Nachkriegsdeutschland zunächst als Steinmetzgehilfe und Transportarbeiter tätig, bevor er von 1948 bis 1953 an der Hochschule für Bildende Künste in West-Berlin bei Alexander Camaro und Wolfgang Hoffmann studieren konnte. Seit 1963 war Rehfeldt freischaffend in Ost-Berliner Stadtteil Pankow tätig und gehörte zu den wenigen Künstlern, die in ihrem Schaffen experimentell ausgerichteten Vorstellungen folgten. Rehfeldts Atelier in der Mendelstraße galt als Geheimtipp, »als Informationsbüro zur westlichen Kunst«. Er selbst war ein offener, sich immer wieder neu erfindender Anreger, ein »Multiplikator moderner Kunstentwicklungen«(Lutz Wohlrab), der ab den frühen 70er Jahren die Mailart in der DDR zur spielerischen, phantasievollen Kunstrevolte gegen überbordende staatliche Kunstgängelei formierte. Über polnische Künstlerkollegen und dem Oldenburger Klaus Groh kam er in Kontakt mit der internationalen Mailart-Szene. Seine weltweiten Beziehungen, per Post unkompliziert auf den Weg gebracht und quirlig am Leben erhalten, waren ein wichtiges künstlerisches Bindeglied zwischen Ost- und Westeuropa, den USA und Lateinamerika; beschäftigten allerdings auch ein Heer von Mitarbeitern des Staatssicherheitsdienstes der DDR, die beständig um sich greifenden Aufruhr und nahen Umsturz witterten. "SEI KUNST IM GETRIEBE! Eine Hommage an Robert Rehfeldt (1931 – 1993)" Ausstellung in der Galerie des Landkreises Rügen bis zum 9. Januar 2011. Rügen-News vom 31. Oktober 2010 (ur). In der Galerie des Landkreises Rügen, die sich in der Orangerie Putbus befindet, wird am 6. November um 17 Uhr die Ausstellung "SEI KUNST IM GETRIEBE! Eine Hommage an Robert Rehfeldt (1931 – 1993)" eröffnet. Die Ausstellung ist bis zum 9. Januar 2011 zu sehen. Zu ihr teilte der Veranstalter den Medien u.a. mit: In ihrer nächsten Ausstellung stellt die Galerie des Landkreises den Künstler Robert Rehfeldt vor. Er war einer der bedeutendsten Vertreter der experimentellen Kunst in der DDR. Seine Arbeiten waren stilistisch nur schwer einzuordnen. Er konnte mit großen Tafelbildern überraschen, aber auch mit raumplastischen Assemblagen und Collagen. Sein Werk umfasst unter anderem auch Zeichnungen, Druckgrafik und Mail-Art. Mit seinen in alle Welt verschickten Mail-Art-Beiträgen, materialisiert als Postkarte, Brief oder Faltplakat, transportierte er subversive Gedanken und provozierte Nachdenklichkeit. Rehfeldts Postkunst, die für weltweite individuelle Kommunikation eingesetzt wurde, erscheint als expressiv erregtes Textbild, dessen Herkunft in der Kunst des DADA und des Surrealismus zu suchen ist. Seine Sprüche waren knapp und immer phantasievoll: „KÜNSTLER KOMMEN UND GEHEN KUNST ABER BLEIBT“ oder „KUNST HEUTE IST DIE GESCHICHTE VON MORGEN“. Rehfeldt wurde am 5. Januar 1931 in Stargard, Pommern, geboren. Er lebte seit 1946 in Berlin-Pankow. Er war zunächst als Steinmetzgehilfe und Transportarbeiter tätig, bevor er von 1948 bis 1953 an der Hochschule für Bildende Künste in West-Berlin studieren konnte. Danach arbeitete er als Grafiker, Pressezeichner und Bildjournalist. Seit 1963 war Rehfeldt freischaffend tätig. Am 28. September 1993 starb er überraschend nach einer Operation in Berlin. Kuratiert wird die Ausstellung vom Rügener Künstler Walter G. Goes. Die zu DDR-Zeiten im Januar des Jahres 1987 von ihm geplante Ausstellung „Künstlerbriefe/Briefzeichnungen“ mit einem umfangreichen Beitrag von Robert Rehfeldt, durfte trotz erfolgten Ausstellungsaufbaus in der Orangerie Putbus nicht eröffnet werden. Lutz Wohlrab, intimer Kenner der Kunst Rehfeldts, der 1987 Zeitzeuge des Verbots war und jüngst ein Buch über Robert Rehfeldt in seinem WOHLRAB-Verlag herausgab, wird die Ausstellung am 6. November um 17 Uhr eröffnen. News von der Ostsee und der
Ostseeküste
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