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Sagenstein und Opferstein an der Herthaburg und dem Herthasee. Es gibt Orte auf der Ostsee-Insel Rügen von denen sich Menschen immer wieder ganz besonders magisch angezogen fühlen. Der Sagenstein und der Opferstein in der Nähe der Herthaburg und des Herthasees im Nationalpark Jasmund gehören dazu. Beim so genannten Sagenstein in der Nähe der Herthaburg handelt es sich um einen interessanten Stein, dessen Eindrücke als Fuß eines Erwachsenen, eines Kindes und eines Hasen interpretiert wurden. Die dazugehörige sagenumwobene Geschichte handelt von einer Jungfrau, die angeblich mit dem Teufel im Bunde stand. Bei einer sogenannten Reinheitsprobe erscheint ein Kind als Engel und geht mit der Frau über den Stein. Der dritte Fußgänger über den Stein ist der Teufel in Gestalt eines Hasen. Im Unterschied zum Sagenstein ist der sogenannte Opferstein mit der angeblichen Blutschale wahrscheinlich im 19. Jahrhundert bewußt als Sehenswürdigkeit für die Touristen an seine heutige Stelle gebracht worden. Immer wieder wurde seit dieser Zeit die rinnenartige Aushöhlung in einem der Steine auch rot angestrichen, um sie als Opferrinne zu kennzeichnen. Bei der sogenannten Blutschale, die angeblich zum Auffangen des Blutes diente, handelt es sich um einen Mahlsteintrog, der ebenfalls extra für die Touristen an diesen Ort gebracht wurde. Das alles hat also nichts mit Magie, Zauberei und Hexerei zu tun. Dennoch sind der Sagenstein und Opferstein mit ihrer Umgebung ganz besonders magische Orte, von denen man sich immer wieder angezogen fühlt, wenn man einmal hier gewesen ist. Den Reisenden erzählten einst Kinder an diesem Ort die zu den Steinen gehörenden Geschichten und verdienten sich so ihr Taschengeld. Hier de Geschichte der Opfersteine, so wie sie der Rügenforscher Alfred Haas im Jahr 1920 überlieferte: "In der Nähe der Herthaburg liegt ein großer Felsblock, welcher im Munde des Volkes Opferstein heißt. Auf ihm sollen ehemals Menschenopfer dargebracht sein, man weiß aber nicht mehr genau, ob der Hertha oder einer anderen heidnischen Gottheit. Der zu opfernde Mensch wurde, nachdem auf dem Wall der Herthaburg ein feierlicher Opferumgang gehalten worden war, mit dem Rücken in die ausgehöhlte Fläche des Steines gelegt, so daß sein Kopf über die obere Kante desselben hervorragte. Wenn dann der Kopf vom Rumpfe getrennt war, floß das Blut in der an der anderen Seite des Steines befindlichen und noch jetzt sichtbaren Blutrinne ab und wurde in einem ausgehöhlten Steine aufgefangen, welcher sich gleichfalls noch am Fuße des Opfersteines befinde. An die Stelle, wo das Blut von dem Steine abfloß, soll sich niemals Moos ansetzen." Weitere Infos auf folgenden Seiten: Nationalpark vorpommerische Boddenlandschaft
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