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Das
Seebad Prora
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Prora: Geschichte
Am 2. Mai 1936 fand die Grundsteinlegung des 1. von insgesamt 5
an der Nord und Ostseeküste geplanten Seebäder der 20.000 in Pora auf Rügen statt. Anfang 1936 wurden 11 Architekten vom Chef
der 2 Deutschen Arbeitsfront Dr Robert Ley, zur Beteiligung an einem Wettbewerb
"KdF - Seebad Rügen" eingeladen.
Ziel der Nationalsozialisten war es, für 20.000 "Volksgenossen"
Unterbringungsmöglichkeiten für einen organisierten 10 Tage Pauschalurlaub mit Betreuung zu schaffen. Weiterhin sollten Zimmer
mit Meeresausblick sowie eine Festhalle für 20000 Menschen
entstehen.
Die Versorgung hatte einschließlich der 500 Angestellten von der
Insel Rügen zu erfolgen.
Der Entwurf des Kölner Architekten Clemens Klotz ( 1886 - 1969 )
wurde, ausgehend von einem zentralen Festplatz mit Festhalle und nach
beiden Seiten parallel zum Strand liegenden 4 km langen Gebäudereihen,
favorisiert.
Die kammerartige Anlage der 6 geschossigen Unterkunftshäuser werden
in regelmäßigen Abstanden durch landseitige Treppenhäuser
und seeseitige Liegehallen geliedert. Der Bau der ersten Wellenschwimmbäder
Europas , ein Aussichtsturm sowie Seebrücken zum Anlegen von
KdF - Urlauberschiffen sollten den "Kraft durch Freude - Totalurlaub"
vervollkommnen.
Die Gebäude des KdF - Seebades Prora sollten mit einem weißen
Anstrich versehen werden.
Auf der Pariser Weltausstellung 1937 erhielt der Entwurf von Klotz
einen Grand Prix. Im November 1936 begannen 9 Baukonzerne und
48 Baufirmen mit ca. 5000 Arbeiter die Bauausführung, im Oktober
1938 konnte bereits Richtfest für das erste 500 m lange Unterkunftshaus
gefeiert werden.
Mit Kriegsbeginn
1939 wurden die Arbeiten auf der riesigen Großbaustelle stillgelegt.
Nach 1945 wurden Teile des rohbauferigen KdF - Seebades demontiert und
Abschnitte des Nordflügels von sowjetischen Truppen gesprengt.
In den 50er Jahren übernahm die NVA der DDR das riesige Areal
und baute es zu einem Militärstandort aus, etwa 10000 Soldaten
und Offiziere waren ständig bis zur Auflösung 1990 in Prora
kaserniert.
Teile des Südabschnittes dienten als nicht öffentlich zugängliches
NVA -Erholungsheim für Offiziere.
Heute sind in dem historischen Gebäudekomplex u.a. folgende Einrichtungen
untergebracht: Dokumentationszentrum der Stiftung NEUE KULTUR, das Museum
zum Anfassen, KulturKunststatt Prora und die Grafik-Galerie. Der folgende
Link führt Sie zu einem weiteren Museum in Prora: Eisenbahn-
und Technik Museum.
Prora-Erfahrung: Helga Westermann schrieb am 25. März 2004: "Ich war letztes Jahr 2 Mal in Prora und war gleichermaßen angezogen und auch geschockt. Im Sommer habe ich sogar mit mehreren im One World Camp geschlafen und erkundete in jeder freien Minute das Gelände im Koloß. Jetzt am 30.03 ist es endlich so weit! Mit unserer Musikschulgruppe aus Delmenhorst kann ich hoffentlich etwas vom Innenleben der Gebäude sehen. Ich wünschte mir sehr, dass wenigstens einige Gebäude eine neue Funktion erhielten, damit die Vergangenheit nicht ins Vergessen gerät. Hoffentlich kann ich noch sehr oft nach Rügen fahren."
Mehr
über die Geschichte von Rügen: Buch "Rügen so wie
es war".
Prora-Archiv:
News mit Bildern vom 21. September 2007 zur offiziellen Eröffnung des Jugendzeltplatzes in Prora
News mit Bild zur Vorbereitung von Prora09 und Infos zur geplanten Jugendherberge in Prora
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