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Sassnitz und Hafen Mukran

Mole und Kutter

Das im Osten der Insel Rügen gelegene Sassnitz ist die nördlichste Hafenstadt des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Erst im Jahr 1957 erlangte der Ort an der Kreideküste das Stadtrecht. Auch danach verwandelte sich Sassnitz nicht in eine Großstadt. Rund 12.000 Einwohner erleben hier heute eine immer größere Bedeutung des Tourismus für das Gedeihen der Stadt. Dabei ist vieles noch im Wandel begriffen. Schon jetzt kursiert dabei die Behauptung, dass die Sassnitzer Altstadt mit ihrer Architektur von See aus so prächtig wie Genua anzusehen sei. Da wir vom Kreidefelsen zwar schon auf so wenig bekannten Inseln wie El Hierro waren, aber nicht in Genua, sind wir auf ortskundige Meinungsäußerungen zum Genua-Vergleich neugierig. Sie sollten allerdings nicht von Werbestrategen mit Immobilienbesitz in Sassnitz stammen.

 

Fakt ist, dass es neu erbaute bzw. restaurierte Sassnitzer Ferienunterkünfte in der Altstadt gibt, die ein ganz besonderes Ambiente ausstrahlen. Diese, meist weißen Gebäude künden von der Richtung der angestrebten Veränderungen in Sassnitz. Zu ihr gehört auch die Entwicklung des Sassnitzer Stadthafens zu einem touristischen Erlebnisbereich. Von entscheidender Bedeutung war es dabei, dass der Sassnitzer Fährverkehr in Richtung Schweden nach dem neuerdings zu Sassnitz gehörenden Mukran verlagert wurde. Mukran war einst ein kleines Dorf und befindet sich noch einige Kilometer weiter südlich als das Plattenbaugebiet im Süden der Stadt Sassnitz.

Irreführendes: "Fährhafen Sassnitz" Wenn heute vom Fährhafen Sassnitz gesprochen wird, dann ist damit nicht mehr der Hafen in der Stadt Sassnitz, sondern der zu Sassnitz gehörende Fährhafen in Mukran gemeint. Nach hier wurde der Fährverkehr auf der traditionellen Königslinie zwischen Sassnitz und dem schwedischen Trelleborg im Jahr 1998 verlagert.

Ein Foto aus dem Jahr 1997 mit den Fähren Sassnit und Rügen

Damit hat eine große Veränderung auf dem Gelände des einstigen Fährhafens im Sassnitzer Stadthafen begonnen. Vom sogenannten Sachsenblick neben dem Sassnitzer Kurhotel blickt man somit heute nicht mehr auf einen Fährhafen, sondern auf ein "Umbaugelände". Mit den entsprechenden Arbeiten wurde Ende 1999 begonnen. Der Name Sachsenblick stammt übrigens aus DDR-Zeiten. Damals gab es besonders viele Erholungssuchende aus Sachsen auf Rügen. Vom "Sachsenblick" schauten sie zusammen mit anderen Urlaubern auf den Fährhafen und die Fähren, an deren Fahrt nach Schweden sie gerne teilgenommen hätten, aber es nicht durften. Heute ist all dies Geschichte.

Wer Lust und auch das Geld dazu hat, der kann im Fährhafen Sassnitz/Mukran ohne politisch bedingte Reiserestriktionen eine Fähre seiner Wahl betreten, um mit ihr nach Schweden, Bornholm oder bis ins Baltikum zu gelangen, seit 2005 auch bis in die Nähe von Kopenhagen. Seit 1999 ist auch die Zufahrt zum Fährhafen Mukran bedeutend verbessert worden. Du kannst jetzt von der B96 zwischen den Dörfern Lietzow und Sagard direkt zum Fährhafen Mukran abbiegen. Früher musste man noch ca. 10 Kilometer weiter fahren und erreichte erst kurz vor Sassnitz eine Straße in Richtung Mukran.

 

Erlebnisbereich Stadthafen
Im Sassnitzer Stadthafen findest Du all das, was sich ein Binnenländer für einen maritimen Urlaub wünscht. Hier ist das Flair von Fischkuttern zu erleben, von denen man fangfrischen Fisch erwerben kann. Möglich ist es auch, mit ihnen zu Angelfahrten vor die Küste aufzubrechen oder einfach zu einer Ausflugstour entlang der Kreidekûste des Nationalparkes Jasmund. Natürlich konzentriert sich die Vielfalt des Angebotes im Stadthafen vor allem auf die Saison sowie die Zeit unmittelbar davor und danach. Unabhängig davon ist sein Besuch empfehlenswert. So ist es ein Erlebnis der besonderen Art auf der rund 1450 Meter langen Mole zu dem aus dem Jahr 1903 stammenden kleinen Leuchtturm zu gehen.Von hier bietet sich ein interessanter Blick über den Hafen auf das Panorama der Häuser an der Kreideküste
.

Blick über die Mole nach Mukran dem neuen Fahrhafen der Stadt Sassnitz

Der Sassnitzer Hafen wurde seit 1889 zunächst als Schutz- und Fischereihafen gebaut. Nach dem Abschluss eines deutsch-schwedischen Staatsvertrages im Jahr 1907 begann sein Ausbau zum Fährhafen. Im Beisein des deutschen Kaisers und des schwedischen Kšnigs wurde der Fährverkehr zwischen Sassnitz und Trelleborg am 7. Juli 1909 eröffnet. Seit der Verlagerung des Fährverkehrs nach Mukran im Jahr 1998 beginnt eine Umgestaltung des gesamten Stadthafens, in derem Ergebnis er zu einem ganz besonderen Erlebnisbereich werden soll. Ein Urlaubermagnet ist er indes schon heute. Wenn Du Dich vor Ort eingehend mit der Entwicklung der Fischerei und des Stadthafens vertraut machen möchtest, dann ist ein Besuch des "Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseums" empfehlenswert. Im Hafenbereich ist zudem ein "Museum für Unterwasserarchäologie" entstanden.
Touristische Besonderheiten Im Jahr 1999 feierte Sassnitz den 175. Jahrestag des Beginns seiner Badetradition. In dieser Traditionspflege wurde also das Jahr 1824 zum Ausgangspunkt genommen. In jenem Jahr weilte die Familie des damals sehr bekannten Berliner Theologen Schleiermacher zum Ferienaufenthalt in Sassnitz, das zu jener Zeit noch ein Fischerdorf war.
Im Jahr 1906 wurde es mit dem benachbarten Bauerndorf Crampas zu einer Gemeinde vereinigt. Zu jenem Zeitpunkt waren schon zahlreiche Hotels und Villen entstanden. Als die Zeit der Damen-, Herren- und Familienbäder vorüber war, von deren Laufstegen man zum Schwimmen in die Ostsee gelangte, wurde der vorwiegend steinige Strand zum Sassnitzer Konkurrenznachteil.

Alte Werbung zum Angebot vor 100 Jahren in SassnitzBinz und andere Bäder mit ihrem feinen Sandstrand begannen Sassnitz in der Gunst der Feriengäste zu überholen. Auf den Schwimmspaß braucht man indes heute in Sassnitz nicht einmal zur Winterzeit verzichten, denn zum unübersehbar höchsten Hotel des Ortes, dem Rügen-Hotel, gehört auch eine Schwimmhalle mit Saunabereich.
Sassnitz ist heute ein idealer Ferienort für Gäste, die die besondere Atmosphäre einer kleinen Hafenstadt geniessen wollen, um von hier zu Sandstränden und Wanderungen sowie zu Schiffsfahrten aufzubrechen. Hervorzuheben ist dabei, dass die Stadtbebauung von Sassnitz unmittelbar an den nördlich von ihm gelegenen Nationalpark Jasmund mit seiner Kreideküste und dem herrlichen Buchenwald angrenzt.
Empfehlenswert ist unter anderem eine Wanderung von der an den Buchenwald grenzenden nördlichen Sassnitzer Wohnbebaung entlang der Nationalparkkreideküste bis zum berühmten Königsstuhl (siehe: Wandertips im Nationalpark Jasmund.)

 

 

 

Hochzeitsfotografie auf der Insel Rügen

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