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Robben kehren in die Ostsee-Region Fischland-Darß-Zingst-Rügen zurück. Zusammenfassung der News auf dieser Seite:Kegelrobben, Seehunde und Ringelrobben: Infos und Bilder zu Robben, die in jüngster Vergangenheit am Strand von Rügen sowie Fischland-Darß-Zingst gesichtet wurden.

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© Fotos und Texte: Kreidefelsen GbR, Redaktion: Wolfgang Urban (ur)

14. August 2007 Robben am Strand von Göhren auf Rügen und
am Strand von Prerow auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst

Göhren auf Rügen / Prerow auf dem dem Darß(ur). In der vergangenen Woche wurden erneut Robben an den Stränden der Region Fischland-Darß-Zingst-Rügen gesichtet. Was nach der Sichtung einer Robbe am Strand von Göhren auf Rügen geschah schildert Hilmar Schnick, Sachgebietsleiter für Forschung und Monitoring, Arten und Biotop-Schutz im Biosphärenreservat Südost-Rügen wie folgt: "Am frühen Morgen des 7. August wurde das Amt für das Biosphärenreservat Südost-Rügen als zuständige Naturschutzbehörde über eine Robbe informiert, die am Göhrener Nordstrand aufgetaucht war. Daraufhin leitete der Ranger Frank Rusch die notwendigen Sicherungsmaßnahmen ein, stellte sich den Fragen der besorgten Badegäste und informierte über die Rückkehr der Tiere in die rügenschen Gewässer."
Bekanntlich gibt es verschiedene Arten von Robben in der Ostsee.
Gesichtet wurden in diesem Jahr an der Küste von Rügen schon Kegelrobben
und Seehunde. Eine Ringelrobbe beobachtete man indes letztmalig im
vergangenen Jahr bei der Halbinsel Drigge, also im Süden von Rügen.

seehund_am_strand_von_prerow

seehund seehund_am_ostsee-strand

Alle drei Robben-Fotos entstanden am gleichen Tag am Strand vom Darß bzw. Rügen.
Oben: Seehund am Strand von Prerow © Foto: kreidefelsen GbR . Darunter links sehen Sie die erwähnte Göhrener Robbe, also einen Seehund © Fotos (2): Hilmar Schnick


Sowohl Seehund als auch Kegelrobbe sind keine Neulinge am Strand von
Rügen. Vielmehr kehren "Altbürger" zurück, sagt Hilmar Schnick erklärend
und fügt zu deren Geschichte hinzu: "Alle Robbenarten wurden in der
Vergangenheit gnadenlos bejagt und in der südlichen Ostsee vorsätzlich
ausgerottet. Dazu kamen im Laufe des 20. Jahrhunderts erhebliche
Beeinträchtigungen durch Umweltgifte, die sich über die Nahrungsketten
stark anreicherten. Die fischfressenden Robben waren diesen besonders
ausgesetzt. Nunmehr erholen sich die Bestände langsam."

Die Robben breiten sich also wieder in ihre angestammten Lebensräume an
der Küste von Rügen aus. "Aber", so Hilmar Schnick, "als heimisch können
sie bei uns noch nicht bezeichnet werden, denn Geburten von Jungtieren
stehen noch aus."

Aber kann es dazu kommen, dass Robben an der Küste von Rügen wieder heimisch werden? Nach Auffassung von Hilmar Schnick ist das möglich. Er
sagte: "Seit Anfang dieses Jahres läuft im Biosphärenreservat die
systematische Erfassung aller Kegelrobben und Seehunde. Die Arbeiten
erfolgten nach Vorgaben und in enger Zusammenarbeit mit den Spezialisten
aus dem Bundesamt für Naturschutz auf der Insel Vilm, dem Landesamt für
Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow und dem Deutschen
Meeresmuseum im Stralsund. Im Ergebnis konnten bestimmte
Einstandsgebiete lokalisiert und das Wanderverhalten einzelner Tiere
dokumentiert werden. So wurde der Göhrener Seehund am 31. Juli vor
Ahlbeck beobachtet. Ein anderes Tier zog vom Vilm über Thiessow nach
Wittow und weiter zur mecklenburgischen Küste. Die individuell
unterschiedliche Fellzeichnung macht das Widererkennen der Tiere
möglich. Die bisherigen Beobachtungen sind viel versprechend.
Sowohl nach nationalem Naturschutzrecht als auch im Rahmen der
Europäischen Union und der Helsinki-Konvention zum Schutz der
Meeresumwelt der Ostsee unterliegen Robben einem besonderen Schutz. Mit
den Großschutzgebieten, insbesondere deren Kernzonenbereichen verfügt
Rügen über gute Voraussetzungen dafür, dass sich die Robben wiederansiedeln und erfolgreich fortpflanzen können. Im Biosphärenreservat wären dafür zum Beispiel die Insel Vilm oder die Granitz-Nordküste mit dem Seehundsriff geeignet. Ob die Rückkehr letztlich gelingt, liegt bei uns."

Für Hilmar Schnick steht fest, dass die Voraussetzungen für ein erneutes Heimischwerden der Robben, zum Beispiel im Biosphärenreservat da sind, dass dazu aber "die dort geltenden Bestimmungen eingehalten
werden müssen. Dass heißt, Angeln nur wo es erlaubt ist. Hunde unbedingt
angeleint führen. Kein Übernachten und keine Lagerfeuer am Strand. Sind
Tiere am Ufer, dann sollte ein Mindestabstand von 100m eingehalten
werden. Machen Sie keine hektischen Bewegungen und vermeiden Sie laute
Geräusche. Passen Sie auf Ihre Kinder auf und nehmen Sie sie gegebenenfalls an die Hand. Auch wenn die Tiere zutraulich erscheinen: Robben sind Raubtiere. Bereits Jungtiere haben in etwa das Gebiss eines ausgewachsenen Schäferhundes!" Also Vorsicht ist geboten. Bedenken Sie dies, wenn sich eine Robbe am Strand sonnt.

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