Offshore-Windparks in der Ostsee genehmigt
Der erste kommerzielle Windpark in der Ostsee soll 2009 ans Netz gehen. Genehmigt wurden bisher die Windparks "Baltic I" vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und "Kriegers Flag" nördlich von Rügen sowie "Ventotec Ost II" und "Arkona Becken" östlich von Rügen.
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auf der Ostsee und an der Ostseeküste. Was veränderte sich oder wird gerade geplant? Was hat sich ereignet? Wie sieht es an der Ostsee aus?
© Fotos und Texte: Kreidefelsen GbR, Redaktion: Wolfgang Urban (ur)
18. Dezember 2007 Offshore-Windparks in der Ostsee genehmigt.
Erster kommerzieller Windpark in der Ostsee 2009 am Netz?
Ostsee (ur). Die Genehmigungsverfahren für geplante Offshore-Windparks in der Ostsee führten in der Vergangenheit zu heftigen Auseinandersetzungen. Möchten Sie beim Blick vom Ufer der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst oder der Inseln Rügen und Usedom auf das Meer in der Ferne Windparks in der Ostsee sehen? Vier dieser Windparks werden jetzt wohl auf jeden Fall kommen. Zumindest haben sie das Genehmigungsverfahren erfolgreich gemeistert. Es handelt sich um die Windparks Baltic I vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und Kriegers Flag nördlich von Rügen sowie um Ventotec Ost II und Arkona Becken östlich von Rügen. Zuerst wurde Baltic I genehmigt. Dies feierte das Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern mit der folgenden Mitteilung an die Medien:
Erster Offshore-Windpark 2009 am Netz
Ebnet: Rostock ist Kompetenzzentrum
Der erste kommerzielle Windpark in der Ostsee soll 2009 ans Netz gehen. Die wpd think energy GmbH & Co. KG als Planer und Betreiber und der Hersteller Nordex AG haben eine Vereinbarung über die Lieferung von 21 Turbinen der Baureihe N90 mit 2500 Kilowatt Leistung und 125 Metern Bauhöhe geschlossen. Im Mai 2009 ist die Errichtung der ersten Turbinen für das Projekt "Baltic 1", das eine Gesamtleistung von 52,5 Megawatt haben wird, geplant.
"Dieses Projekt unterstreicht die herausragende Stellung des Windkraftanlagenbauers Nordex und die Leistungsfähigkeit des Kompetenzzentrums Rostock für Offshore-Technologie. Von diesem weltweiten Wachstumsmarkt werden Nordex und der Standort Rostock auch weiterhin kräftig profitieren", sagte Dr. Otto Ebnet, Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung. Mit den Erndtebrücker Eisenwerken (EEW) hat sich im Rostocker Hafen ein weiterer Produzent von Offshore-Anlagen angesiedelt, der 2008 seine Produktion aufnehmen wird.
Die umfangreichen raumordnerischen Planungen auf See lagen in der Verantwortung des Ministeriums für Verkehr, Bau und Landesentwicklung. "Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, das auf dem Meer eine Raumordnungsplanung durchgeführt hat", sagte Ebnet. "Dies wird künftige Verfahren erheblich abkürzen und Rechtssicherheit schaffen."
Der Standort befindet sich etwa 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Darß und 28 Kilometer westlich von Hiddensee. Die Ostsee hat hier Wassertiefen von 15 bis 19 Metern. Die Gründung der Anlagen erfolgt über so genannte Monopile und wird von Spezialdienstleistern durchgeführt. Die Überwachung der sachgerechten Errichtung der Anlagen und den anschließenden Service der Turbinen übernimmt Nordex.
"Auch durch die Unterstützung der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern ist es uns schließlich gelungen, dieses wichtige Pilotprojekt durchzusetzen. Deshalb freut es mich besonders, dass die Anlagen von Nordex aus Rostock kommen", sagte wpd-Vorstand Dr. Gernot Blanke. "Beim Projekt Baltic 1 können wir weitere wichtige Erfahrungen sammeln, um uns auf das Offshore-Geschäft vorzubereiten, wenn dieser Markt in einigen Jahren an Bedeutung gewinnt", sagte Thomas Richterich, Vorstandsvorsitzender der Nordex AG.
Die Baureihe N90/2500 dreht sich bereits an rund 500 Standorten weltweit. Auf dem Meer wurde eine solche Anlage erstmals im Jahr 2003 in Dänemark errichtet. Eine weitere Testanlage hat Nordex im letzten Jahr im Hafengebiet von Rostock installiert.
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