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Ostsee-News: Chronik der News und Infos von kreidefelsen.de "Zeit für Rügen Ausgewählte Luftbilder von den Inseln Rügen, Vilm, Hiddensee und weiteren Inseln des Rügen-Archipels Baltikum
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Fehmarnbelt-Brücke / Fehmarnbelt-Querung zwischen Deutschland und Dänemark. Zusammenfassung der News auf dieser Seite:News zum Bau der Fehmarnbeltbrücke zwischen Puttgarten auf der deutschen Ostseeinsel Fehmarn im Kreis Ostholstein und Rödby (Rødby) auf der dänischen Insel Lolland im Storstrøms Amt von 2011 bis 2018. Infos zur unterschiedlichen Reaktion auf die Einigung zum Bau der Brücke zwischen Deutschland und Dänemark. Brückenbau-Kosten nach jetzigen Angaben 5,6 Milliarden Euro. Sie möchten nach dieser Zusammenfassung mehr wissen? www.kreidefelsen.de Informationsnetz Ostseeküste 3. Juli 2007 Unterschiedliche Reaktionen auf die Einigung zum Bau Ostsee (ur). Vieles deutet jetzt darauf hin, dass die umstrittene, rund 20 Kilometer lange Fehmarnbelt-Brücke gebaut wird. Sie soll Puttgarten auf der deutschen Ostseeinsel Fehmarn in Kreis Ostholstein mit Rödby (Rødby) auf der dänischen Insel Lolland Storstrøms Amt verbinden und in der Zeit von 2011 bis 2018 gebaut werden. Sie soll nach jetzigen Angaben 5,6 Milliarden Euro kosten. Die diesbezüglich am vergangenen Freitag getroffene Einigung zwischen Deutschland und Dänemark hat jedoch höchst unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Die Brückengegner in Schleswig-Holstein kündigten Klagen an. Sie befürchten u.a. negative Auswirkungen auf die Tourismusentwicklung der Insel Fehmarn sowie den Vogelzug. Fast selbstverständlich gibt es an angesichts des gigantischen Brückenbauprojektes Sorgen bei all jenen Menschen, die vom Fährverkehr zwischen Deutschland und Dänemark leben. Dagegen sagte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen: "Das ist ein großer Tag für Schleswig-Holstein". Dass man dies in Mecklenburg-Vorpommern überwiegend ganz anders sieht ist wohl angesichts der dortigen Interessen am Fährverkehr mit Skandinavien verständlich. Die größe regionale Tageszeitung an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern titelte in ihrer vergangenen Wochenendausgabe auch in entsprechender Weise: "Herber Schlag für M-V: Fehmarnbelt-Brücke kommt". Unterschiedliche Sichtweisen verdeutlichen auch die Pressemitteilungen, die die für das Verkehrwesen zuständigen Ministerien von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein nach der Berliner Einigung veröffentlichten. Nachfolgend dokumentieren wird sie, denn sie dürften auch für spätere Zeiten von Interesse bleiben. Mitteilung des Verkehrsministeriums von Schleswig-Holstein Deutschland und Dänemark haben sich auf den Bau einer Brücke über den Fehmarnbelt geeinigt. Das ist das Ergebnis eines Treffens von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, seinem dänischen Amtskollegen Flemming Hansen und Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dietrich Austermann in Berlin. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und Verkehrsminister Dietrich Austermann haben die Einigung über den Bau der 20 Kilometer langen Brücke zwischen Fehmarn und Lolland als "Durchbruch für das größte Infrastrukturprojekt Nordeuropas" bezeichnet. "Das ist ein großer Tag für Schleswig-Holstein", sagte Carstensen am Freitag (29. Juni) in Kiel und wertete das Verhandlungsergebnis auch als "großen Erfolg der EU-Ratspräsidentschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel". Zugleich dankte er allen Beteiligten auf deutscher und dänischer Seite dafür, dass sie sich für den Bau der Brücke stark gemacht hätten. Carstensen: "Im weiteren Planungsprozess muss es nun auch darum gehen, die berechtigten Belange der Bürgerinnen und Bürger von Fehmarn zu berücksichtigen.“ Wie Verkehrsminister Austermann im Anschluss an das entscheidende Treffen mit seinem dänischen Amtskollegen Flemming Hansen und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee in Berlin sagte, sei dieser Erfolg nach jahrzehntelanger vergeblicher Planung vor allem der Unterstützung der beiden Großen Koalitionen in Berlin und Kiel zu verdanken. "Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Ministerpräsident Peter Harry Carstensen haben zielstrebig auf dieses positive Verhandlungsergebnis hingewirkt, so Austermann. Er machte deutlich, dass das geplante Projekt bei allen beteiligten Partnern noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Parlamente stehe. Nach dem gemeinsam von den Verkehrsministern unterzeichneten Memorandum ist die Fertigstellung des mit Hinterlandanbindungen rund 5,5 Milliarden teuren Brückenprojektes im Jahr 2018 vorgesehen. Der Bund soll – unter Beteiligung von Schleswig-Holstein – die Kosten für die Hinterlandanbindung auf deutscher Seite übernehmen, während Dänemark die finanzielle Verantwortung für die Brücke selbst und die Hinterlandanbindung auf dänischer Seite übernimmt und dies aus den Maut-Einnahmen finanziert. Wie Austermann weiter sagte, wird die Brücke erhebliche wirtschaftliche Vorteile für Schleswig-Holstein und den gesamten norddeutschen Raum bringen. "Allein die voraussichtlich siebenjährige Bauzeit der Brücke wird rund 2000 Arbeitsplätze entstehen lassen und langfristig zur Ansiedlung von neuen Gewerbegebieten und damit weiteren Arbeitsplätzen entlang der neuen Trasse führen", so der Minister. Durch die künftige Neuausrichtung des Skandinavien-Verkehrs erwarte er auch erhebliche positive Impulse für den Tourismus in Schleswig-Holstein. Mitteilung des Wirtschaftsministeriums von Mecklenburg-Vorpommern Seidel: Entscheidungsparameter für Bau der "Kein volkswirtschaftlicher Nutzen, sondern gesamtwirtschaftliche Wohlfahrtsverluste - das ist das Ergebnis einer aktuellen Expertise", sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel am Mittwoch nach einem Gespräch mit Reedern in Schwerin. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis liegt nach der neusten Studie lediglich bei 0,65:1. Das Rostocker Ostseeinstitut für Marketing, Verkehr und Tourismus hat in Zusammenarbeit mit der Baltic Marine Consult GmbH bei der Untersuchung den aktuellen Fährverkehr, die neuste Verkehrsprognose und die daraus resultierenden Luftschadstoffemissionen berücksichtigt. Das Fährsystem hat sich erheblich verbessert, die dänische Studie von 1999 berücksichtigt den Fährverkehr Mitte der neunziger Jahre. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern lehnt daher den Bau der geplanten Brücke ab. "Eine feste Fehmarnbelt-Querung ist unwirtschaftlich und gefährdet Arbeitsplätze im Norden Deutschlands, nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern", sagte Seidel. "Eine Stunde Zeitersparnis zwischen Hamburg und Kopenhagen rechtfertigt nicht den Einsatz von Milliarden Steuergeldern." Die 19 Kilometer lange Verbindung zwischen Puttgarden und Rodby soll inklusive der Straßenanbindung auf beiden Seiten etwa 5,5 Milliarden Euro kosten. "Die Zeiteinsparung bei einer festen Querung wurde zu hoch bewertet", sagte Seidel. "Viele Passagiere und insbesondere LKW-Fahrer nutzen die Fährüberfahrt als Ruhe- und Erholungszeit." Das hatte die dänische Untersuchung gar nicht berücksichtigt, die Zeit- und Transportkosteneinsparung ist somit wesentlich geringer. Erheblich überzeichnet war außerdem der Nutzen aus verringerten Luftschadstoffemissionen, die Verkehrsprognose wurde 2002 korrigiert. "Wohlfahrtsverluste entstehen, da andere Verkehrsprojekte mit hohem Nutzen-Kosten-Verhältnis mangels Finanzierung nicht realisiert werden können", sagte Seidel. "Zudem werden hohe Investitionen in den Hafen- und Verkehrswegeausbau teilweise entwertet." Die Häfen in Mecklenburg-Vorpommern haben sich in den letzten Jahren zu leistungsfähigen Logistikdrehscheiben entwickelt, Umschlag und Fährverbindungen sind stetig gewachsen. "Mit Unterstützung des Bundes werden weiterhin Zufahrten für eine wettbewerbsfähige Hafenanbindung ausgebaut", sagte Seidel. In die Infrastruktur der Seehäfen wurden in den letzten zehn Jahren mehr als 500 Millionen Euro investiert. Bei den Hinterlandanbindungen sind nach Fertigstellung der Ostseeautobahn A 20 die wichtigsten Vorhaben die Fertigstellung der Strelasundquerung, die Autobahn 241 mit der Fertigstellung der Verbindung zwischen Schwerin und Wismar sowie die Autobahn 14 von Schwerin nach Magdeburg. Auch die Schienenstrecken Rostock - Berlin, Stralsund - Berlin und das Gleisnetz in Wismar werden in den nächsten Jahren aufgewertet. News und Bilder der gerade aktuellen Woche: Ostsee-News für Urlauber News von der Ostsee und der
Ostseeküste Zum Thema Fehmarnbelt-Brücke siehe auch:
Zusammenfassung der News und Infos zur Fehmarnbeltbrücke:
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