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Neue Ausstellungen in der Urlaubsregion Rostock-Warnemünde-Darß:
Collagen von Kate Diehn-Bitt, Malerei und Grafik von Otto Beckmann
sowie Skulpturen von Hans J. Müller und Ölbilder von Klaus Hack

Ostsee-News vom 11. Mai 2009 (ur). Vom 12. Mai bis zum 28. Juni 2009 sind im Erdgeschoss der Kunsthalle Rostock Collagen von Kate Diehn-Bitt zu sehen. Wer in den nächsten Tagen in der Region Rostock-Warnemünde-Fischland-Darß zum Urlaub weilt, kann zudem an der Eröffnung von zwei weiteren neuen Ausstellungen teilnehmen. Am 14. Mai wird um 19 Uhr in der Galerie Möller in Warnemünde eine Ausstellung mit Malerei und Grafik von Otto Beckmann sowie Skulpturen von Hans J. Müller eröffnet. Es spielt das Duo CHIARA. Zwei Tage später bringt die zweite Ausstellung der Galerie Born in diesem Jahr den Bildhauer und Maler Klaus Hack auf den Darß. Der vor allem als Holzbildhauer bekannte Klaus Hack zeigt sich in der Borner Ausstellung von einer bislang unbekannten Seite. Erstmals präsentiert der Künstler größerformatige Ölbilder auf Leinwand. Daneben werden Zeichnungen, Aquarelle und ausgewählte Holzplastiken zu sehen sein. Eröffnet wird die Ausstellung am 16. Mai um 18.00 Uhr, Live-Musik kommt von dem Berliner Saxophonisten Hendrik Walsdorf.

Mehr zu den genannten Ausstellungen in Rostock, Warnemünde und Born auf dem Darß erfahren Sie in den ausführlichen News für den Urlaub an der Ostsee weiter unten auf dieser Seite.

Kunst von der Insel Rügen finden Sie in unserer online-Galerie:

Aquarelle, Ölbilder, Pastelle, Skulpturen

 

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© Fotos und Texte: Kreidefelsen GbR, Redaktion: Wolfgang Urban (ur)

11. Mai 2009 Neue Ausstellungen in der Region Rostock-Warnemünde-Darß

Ostsee / Rostock / Warnemünde / Darß / Born (ur): Die KUNSTHALLE ROSTOCK präsentiert von morgen bis zum 28. Juni 2009 Collagen von Kate Diehn-Bitt. Dazu erhielten wir vom Veranstalter der Ausstellung die folgenden Informationen:

Sie ist eine der großen unverstandenen Künstlerinnen Mecklenburg-Vorpommerns des 20. Jahrhunderts: Das Leben der Malerin Kate Diehn-Bitt war gekennzeichnet durch künstlerische und persönliche Rückschläge, durch den Konflikt der Künstlerin erst mit dem nationalsozialistischen, dann mit dem sozialistischen DDR-Regime. Gleichwohl erschuf sie ein einzigartiges Werk von beeindruckender Fülle. Die Kunsthalle Rostock zeigt ab dem 12. Mai 2009 Collagen, die in ihren letzten Lebensjahren und entstanden.

Kate Diehn-Bitt (1900 bis 1978) verbrachte ihre letzten Lebensmonate von Krankheit geprägt im Universitätsklinikum Rostock im Stadtteil Gehlsdorf. Bis zu ihrem Tod arbeitete sie täglich an neuen Bildern. Wie der französische Maler Henri Matisse griff die dabei vor allem auf die Technik der Collage zurück. So entstanden jeden Tag neue, teils kleinformatige, aber überaus kraftvolle und nicht selten farbenfrohe Blätter. Eine Vielzahl dieser späten Arbeiten sind nun im Erdgeschoss der Kunsthalle Rostock zu sehen.

Zu dem Rostocker Ausstellungshaus pflegte die Künstlerin eine enge Beziehung. Ende der 60er-Jahre wurde Kate Diehn-Bitt als herausragende Künstlerin wiederentdeckt – und auch in der Kunsthalle Rostock ausgestellt. Eine große Retrospektive im Jahr 2002 Würdigte das Werk der Künstlerin.

Kate Diehn-Bitt wurde in Berlin als Käthe Bitt geboren, siedelte aber bereits ein Jahr später mit ihrer Mutter nach Bad Doberan zu dem Ehemann der Mutter, dem Apotheker Leo Glaser, um. Mit 19 Jahren heiratete sie den Rostocker Zahnarzt Paul Diehn. Kate Diehn-Bitt erhielt Zeichenunterricht an Privatschulen und eröffnete 1933 in Rostock ihr erstes Atelier. 1935 fand ihre vorerst letzte Ausstellung in Berlin statt. Sie wird von den Nationalsozialisten als „entartet“ verfemt und muss im Verborgenen weiter arbeiten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernimmt sie Funktionen im Kulturbund, stößt aber bei alsbald wieder auf Grenzen der ästhetischen Wahrnehmung. Sie zieht sich zurück und arbeitet vornehmlich an religiösen Motiven. In den 60er-Jahren erfährt ihr schaffen größere Anerkennung. Nach langer Krankheit stirbt sie in der Nervenklinik.

Geöffnet Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr, Donnerstag bis 20.00 Uhr mit anschließendem Film (nur für die Dauer der Ausstellung Wolfgang Joop „Eternal Love“). 14. Mai 2009: Kino Kunsthalle "In the Mood for Love" (Hong Kong 2000).
Am gleichen Tag, also dem 14. Mai wird um 19 Uhr in der Galerie Möller in Warnemünde eine Ausstellung mit Malerei und Grafik von OTTO BECKMANN sowie Skulpturen von HANS-J. MÜLLER eröffnet. Es spielt das Duo CHIARA. Dazu teilte die Galerie mit:

Seitdem Otto Beckmann 2002 das erste Mal in der Galerie ausgestellt hat, gehört er zu dem ausgewählten Kreis der Künstler deren Arbeiten im ständigen Angebot der Galerie zu finden sind.

Seine Grafikausstellung 2002 hatte den Titel „Briefe an das Meer“ und widerspiegelte, dass sein Schaffen fast immer etwas mit dem Meer zu tun hat, der Küstenlandschaft oder den Küstenbewohnern, und mit der Küste als Metapher für Grenzbereiche sowie der Sehnsucht, sie in die eine, wie in die andere Richtung zu überschreiten. Diese Ausstellung steht unter dem Titel „Hafenlandschaften“. Ausgestellt sind große Holzschnitte, z.T. auf alte Seekarten gedruckt, übermalte Radierungen, Strand und Hafenlandschaften, die fast alle erst 2009 entstanden sind.

1945 in Knüppeldamm/Mecklenburg geboren, studierte er von 1967-70 an der PH Flensburg, Fachrichtung Kunst. Seit 1970 hatte er parallel zum Schuldienst Ausstellungen im In- und Ausland.1985 entschied er sich, den Schuldienst zu quittieren, und das Risiko der Freiberuflichkeit auf sich zu nehmen. Er lebt und arbeitet seit 1989 in Hamburg.

Besonders durch sein hervorragendes grafisches Schaffen gehört er zu den namhaftesten norddeutschen Künstlern und Arbeiten von ihm sind sowohl in Museen, als auch in privaten Sammlungen zu finden.

Der Bremer Bildhauer Hans-J. Müller zeigt seine Arbeiten das erste Mal in Warnemünde. Ob im Stein, Holz oder als Bronze, sein großes Thema ist der Mensch, der aus einer Architekturform wächst.

Die Figur ragt aus dem Block und bleibt diesem doch verhaftet.
Skulptur wird im Gegensatz zur aufbauenden Plastik immer aus einem Block herausgearbeitet. Auf die formale Frage nach dem Verhältnis von Körper und Raum hat er mit seinen Formfindungen eine eigen, sehr beeindruckende Antwort gefunden. Seine Figuren strahlen Ruhe und Erhabenheit aus.
„Als Torso erhält der menschliche Körper auf stelenförmigen Sockeln ein Fundament, das ihn in die Höhe trägt, aber nicht vollständig aus der Basis entlässt. Müllers plastische Sprache verrät die Herkunft des Künstlers aus der Bremer Bildhauerschule.“ (Rainer Beßling). Er ist 1952 in Donaueschingen geboren, hat an der HfG Bremen Bildhauerei studiert, war Gastprofessor an der KKM Bremen und hatte zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland. Sein Thema gestaltet er nicht nur in der kleinen Form, sondern auch in großen öffentlichen Aufträgen u.a. für die Kongresshalle Rostock.

Zur neuen Ausstellung in der GALERIE BORN, die vom 16. Mai bis 5. Juli 2009 Malerei, Zeichnung, Plastik von Klaus Hack zeigt, wurden uns vom Veranstalter die folgenden Informationen übermittelt:

„Schreikleider“ in Öl

Klaus Hack zeigt in Born erstmals große Leinwände

Born. Die zweite Ausstellung der Galerie Born in diesem Jahr bringt
den Bildhauer und Maler Klaus Hack auf den Darß. Der vor allem als
Holzbildhauer bekannte Klaus Hack zeigt sich in der Borner Ausstellung
von einer bislang unbekannten Seite. Erstmals präsentiert der Künstler
größerformatige Ölbilder auf Leinwand. Daneben werden Zeichnungen,
Aquarelle und ausgewählte Holzplastiken zu sehen sein. Eröffnet wird
die Ausstellung am 16. Mai um 18.00 Uhr, Live-Musik kommt von dem
Berliner Saxophonisten Hendrik Walsdorf.

Die Ölbilder entstanden teilweise erst in den vergangenen Wochen und
Monaten. Viele sind von intensiver Farbigkeit, dominant allerdings
sind wie in seinen Zeichnungen die dunklen Töne. Figürliche
Darstellungen deuten auf menschliche Körper hin, insbesondere auf
Frauen – entsprechend lautet auch der Katalogtitel „Frauen im
Rechteck“. Schemen, zeichenhafte Figuren und düstere Ornamentik
bestimmt Klaus Hacks Ölmalerei.

Gleichwohl hat sich der Holzbildhauer Klaus Hack eine typische
Formenwelt erarbeitet, die auch in seinen Zeichnungen und den
Ölbildern erkennbar wird. So finden sich gewissermaßen seine hölzernen
„Schreikleider“ – jene filigranen kegel- oder kubusförmigen Figuren –
in den Bildern wieder, wobei in der Fläche die Farbnuancen und die
Abgrenzung der Töne zueinander bedeutsam werden. Klaus Hack sei kein
Künstler, der sich auf Erreichtem ausruhe, so Hack-Kennerin Antje
Schultz. In diesem Sinne bedeute die Arbeit mit Öl und Leinwand und
anderen Malgründen eine konsequente Fortsetzung seines jetzt schon
unnachahmlichen Stils.

Klaus Hack, geboren 1966 in Bayreuth, studierte an der Akademie der
Bildenden Künste Nürnberg und an der Hochschule der Künste Berlin.
Klaus Hack lebt und arbeitet in der Nähe von Berlin. In Mecklenburg-
Vorpommern ist der Künstler längst kein Unbekannter mehr – nach
Ausstellungen unter anderem im Kunstraum Heiddorf in Neu Kaliß bei
Ludwigslust und in Ahrenshoop.

Für den Sommer hat die Galerie Born eine Programmänderung zu
vermerken: Die Ausstellung Sylvia Hagen und Werner Stötzer, 11. Juli
bis 30. August, muss krankheitsbedingt abgesagt werden. Stattdessen
wird aktuelle Malerei und Grafik von Walter Libuda zu sehen sein.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

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Informationen für den Urlaub an der Ostsee an: Mailadresse.

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