Rügenbrücke eröffnet: Unterschiedliche Reaktionen
Rügenbrücke: Heute wurde die neue Rügenbrücke eröffnet. In diesen News unterschiedliche Reaktionen auf dieses Ereignis. Morgen dann die Fotos.
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© Fotos und Texte: Kreidefelsen GbR, Redaktion: Wolfgang Urban (ur)
20. Oktober 2007 Rügenbrücke eröffnet: Unterschiedliche Reaktionen
Rügen, Rügenbrücke, Stralsund (ur). Heute wurde die neue Rügenbrücke eröffnet und viele Fußgänger passierten sie. Fotos morgen. .
Das umfangreiche Programm bis einschließlich Sonntag finden Sie mit diesem Link: www.ruegenbruecke.com/program.htm.
Die Rügenbrücke führt weiterhin zu unterschiedlichen Meinungen. Nachfolgend zunächst die Wertungen zur neuen Rügenbrücke in der Pressemitteilung der Staatskanzlei der Landesregierung von Mecklenbug-Vorpommern:
Die neue Rügenquerung ist nicht nur eine der längsten Brücken Deutschlands, sondern auch eine der innovativsten Europas. 125 Millionen Euro hat sie gekostet. Da die Finanzierung über öffentliche Mittel erfolgt ist, bleibt die Querung Maut-frei. Nunmehr steht entspannten Ausflügen zu den Sehenswürdigkeiten in der Region - wie etwa schon bald des neuen Ozeaneums - nichts im Wege", sagte Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff anlässlich der feierlichen Übergabe der 2. Rügenbrücke am Sonnabend und hob hervor, dass der Bund seit vielen Jahren zahlreiche Verkehrsprojekte im Land unterstützte.
Die neue Brücke schlage den Bogen zwischen Vergangenheit und Zukunft und verbinde die stolze Silhouette der traditionsreichen Hansestadt mit dem modernen Schwung eines aufstrebenden Wirtschaftstandortes im Ostseeraum.
Mit der über 580 m langen Schrägseilbrücke über den Ziegelgraben und dem 128 m hohen innovativen Pylon mit Tropfenform gilt die Rügenbrücke als ingenieurtechnische Meisterleistung. Bauwerke wie sie geben unserer fortschrittlichen Verkehrsinfrastruktur ein Gesicht", betonte Ringstorff.
Die großen Anstrengungen beim Bau von Straßen und Autobahnen wie der A 20, bei der Modernisierung von Schienen und Häfen, bei Bau von großen, zusammenhängenden Gewerbegebieten seien das Fundamt für den wirtschaftlichen Aufwärtstrend in Mecklenburg-Vorpommern. "Mit der Rügen-Querung und dem Neubau der letzten beiden Abschnitte der B 96 auf Rügen wird nicht nur der erfolgreiche Tourismus weiter gestärkt. Auch der Hafen Sassnitz/Mukran wird in seiner Funktion als Brückenkopf und Logistikdrehkreuz von Süden nach Russland, Skandinavien und ins Baltikum nachhaltig aufgewertet."
Das neue Wahrzeichen Vorpommerns sei damit auch ein Symbol für die wachsende Stärke der Region. Seit einiger Zeit sei festzustellen, dass es wirtschaftlich aufwärts gehe. Vorpommern trage zur positiven Entwicklung im ganzen Land bei. Als Beispiele nannte der Regierungschef die HanseYachts AG in Greifswald, die Riemser Arzneimittel GmbH oder die Eisengießerei Torgelow. "Mit vier Prozent Wachstum war unsere Wirtschaft im ersten Halbjahr 2007 bundesweit Spitzenreiter. Das Verarbeitende Gewerbe hat gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum sogar um fast 15 Prozent zugelegt. Zwischen Elbe und Oder geht die Saat der Investitionen auf, die in den vergangenen Jahren im ganzen Land ausgebracht und ordentlich gedüngt worden sind", so Ringstorff. Seit März dieses Jahres gäbe es in unserem Bundesland so niedrige Arbeitslosenzahlen wie seit 1996 nicht mehr. "Gleichzeitig ist ein Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr festzustellen. Auch die Zahl der offenen Stellen nimmt zu. Das alles sind hervorragende Leistungen."
Der Ministerpräsident dankte abschließend allen am Bau Beteiligten: "Auf Ihre Arbeit können sie stolz sein. Die Rügenbrücke ist ein Meisterwerk!"
Kritisch reagierten die Rügener Grünen auf die Eröffnung der Rügenbrücke:
Die Rügener GRÜNEN anlässlich der Eröffnung des "Rügenbogens" darauf hinweisen, dass die anspruchsvollen Probleme der Integrierten Verkehrslenkung jetzt erst beginnen:
Die Verflüssigung des Verkehrs zwischen Stralsund und Sassnitz sei vorteilhaft für den heimischen (Berufs-) Verkehr sowie den LKW-Verkehr zum Hafen Mukran, meint Kreissprecherin Edith Lampert. "Es ändert sich aber nicht das Geringste an der Notwendigkeit, den Güterverkehr vermehrt auf der Schiene zu befördern und den touristischen Autoverkehr auf der Insel zu reduzieren." Hierbei hätte bekanntlich die Bahn jüngst mit der Streichung von Zügen kontraproduktive Zeichen gesetzt und im Falle der Streckenprivatisierung würden weitere Silllegungen drohen.
Bereits mit der Erföffnung der A20 zeichnete sich ab, dass die Zahl der Ankünfte steigt, nicht aber die Zahl der Übernachtungen; das heißt, es gibt mehr Tages- und Wochenendurlauber. Ihre Ferien aber können Familien künftig auch in den neuen EU-Staaten verbringen, welche nunmehr ebenfalls schneller zu erreichen sind.
Neben einer engagierten Bahnpolitik muss die Konsequenz für das touristische Angebot Rügens daher vor allem darin bestehen, wohlfeile Massenspektakel zu vermeiden und verstärkte Anstrengungen für den Erhalt der Natur und die Schaffung kultureller Angebote zu unternehmen.
Probleme kommen auch in der Mitteilung des "Verkehrsclub Deutschland" (VCD) aus Anlass der Eröffnung der neuen Rügenbrücke zum Ausdruck:
VCD kritisiert die Einstellung des CityNightLine nach Rügen
Rügenbrücke: Autofahrer freuen sich – Bahnfahrer trauern Nachtzügen nach
Rügen. Während die politische Prominenz, angeführt von Bundeskanzlerin Angela Merkel, am kommenden Sonnabend die neue Rügen-Autobrücke als Wunderwerk der Ingenieurskunst feiert, trauern Bahnreisende aus Süddeutschland und der Schweiz den endgültig gestrichenen Nachtzügen nach Stralsund/Binz nach. Denn pünktlich zur Eröffnung der neuen Rügenbrücke über den Strelasund streicht die Deutsche Bahn AG die Nacht- und Autozugverbindungen von und nach Rügen. Darunter einen Zug, der bislang die Insel aus dem schweizerischen Basel erreichte. Für den VCD Landesverband Nordost stellt diese Entscheidung ein absolut falsches verkehrspolitisches Signal dar. Bereits im vergangenen Sommer hatte die Bahn AG zeitgleich mit der Eröffnung des letzten Teilstücks der A20 ihren Fahrplan ausgedünnt. „Die Bahn gibt sich auf, kapituliert vor der Konkurrenz aus Auto und Billigflieger“, so Dietmar Pühler vom VCD Nordost. Statt mit den Touristikern den Schulterschluss zu üben und Marketingkooperationen für eine bessere Auslastung der Nachtzüge einzugehen, geht die Bahn den Weg des geringsten Widerstandes und konzentriert sich auf die Schnellstrecken.
Vielmehr wird der Ausverkauf auf Raten fortgesetzt, denn nach dem Abhängen der Insel Usedom vom Nachtzugverkehr vor fünf Jahren trifft es nun die größte deutsche Ferieninsel. „Anders als auf Usedom regt sich dort aber Widerstand seitens der Kommunalpolitik und Tourismuswirtschaft“, stellt Pühler erfreut fest.
Der VCD fürchtet zudem, dass bei einer Privatisierung der DB AG weitere Zugstreichungen und Streckenstilllegungen drohen. Das Ausdünnen der Fahrpläne und die beabsichtigte Veräußerung von Bahnhofsgebäuden sind bereits untrügliche Vorboten dieser Entwicklung.
Und in Hinblick auf den Neubau der B 96 als Kraftfahrtstraße auf der Insel Rügen: „Noch ist es nicht zu spät, sich für eine funktionale und zugleich erheblich kostengünstigere sowie Flächen sparende Variante des Ausbaus der bestehenden Straße zu entscheiden.“ Der VCD erwartet, dass das noch immer nicht fertig gestellte Integrierte Verkehrskonzept für Rügen, das Voraussetzung für die Zuwendung von Fördermitteln ist, diese Sachverhalte klar benennt. Deshalb wird der VCD gemeinsam mit anderen Umweltschutzorganisationen anlässlich des Volksfestes zur Eröffnung der Rügenbrücke am kommenden Wochenende (20./21.10.) auf diese unausgewogene Entwicklung hinweisen.
Verkehrsclub Deutschland e.V. Fon 030-446364
Landesverband Nordost Fax 030-4463703
Yorckstr.48 info@vcd-nordost.de
10965 Berlin www.vcd-nordost.de
Dagegen nur Positives zur neuen Brücke in der Mitteilung des Landratsamtes Rügen über die Grückwünsche aus Oldenburg:
Rügenbrücke: Glückwunsche aus Oldenburg
Der Oberbürgermeister von Oldenburg in Niedersachsen, Prof. Dr. Gerd Schwandner, hat Landrätin Kerstin Kassner die herzlichsten Grüße und Glückwunsche zur Fertigstellung der Rügenbrücke übermittelt. "Schon die Fotos in der Presse lassen erahnen, um welch ein imposantes Bauwerk es sich bei der neuen Brücke handelt", schwärmt das Oberhaupt der Rügenschen Partnerstadt in seinem Schreiben. Und weiter heißt es darin: "Möge dieses Wahrzeichen für Rügen und die Region verkehrstechnisch, touristisch und wirtschaftlich segensreich sein und die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen."
Für die Eröffnung und das Brückenfest wünscht der Oberbürgermeister von Oldenburg "strahlenden Sonnenschein, gutes Gelingen und festliche Stimmung". Er freue sich auf einen Besuch auf Rügen und die Anfahrt über die neue Brücke.
News von der Ostsee und der
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Informationen für den Urlaub an der Ostsee an: Mailadresse
Wer für das Brückenfest noch eine empfehlenswerte Unterkunft sucht,
der findet sie mit dem folgenden Link: Empfehlenswerte Hotels, Pensionen,
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